Weiterführende Informationen rund ums Thema Abwasser.

22. März 2026 – Tag des Wassers.

Am 22. März 2026 ist der Tag des Wassers. Sauberes Wasser ist lebensnotwendig. Das Abwasser aus Haushalten und Industrien wird in der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Neugut in Dübendorf gereinigt, bevor es sauber in die Glatt eingeleitet wird.

Sauberes Wasser ist wertvoll. Die Reinigung von verschmutztem Abwasser benötigt viel Energie und verursacht hohe Kosten. Der Betrieb der ARA Neugut kostet jedes Jahr rund 5.5 Mio. Fr. Wir sollten deshalb dem Wasser Sorge tragen.

In den letzten Jahren hat die Belastung der Kanalisation mit Fremdstoffen leider zugenommen. Fremdstoffe wie Zigarettenstummel, Feuchttücher, Zahnseide, Wattestäbchen, Binden, Präservative, Küchenabfälle, Katzensand etc. gehören nicht ins WC und nicht in den Wasserabfluss, da sie die Kanalisation und deren Pumpen und Rechen verstopfen.

So musste beispielsweise letzten November eine Pumpe im Einzugsgebiet der ARA Neugut mehrmals ausser Betrieb genommen werden. Pumpe und Kanal mussten aufwändig gereinigt werden, wobei zahlreiche übelriechende Fremdstoffe von Hand entfernt werden mussten. Dies führte zu zusätzlichen Kosten und beeinträchtigte vorübergehend die Siedlungsentwässerung im betroffenen Quartier.

Wir bitten die Bevölkerung deshalb, keine Fremdstoffe über WC oder Abfluss zu entsorgen und so zum Schutz unserer Kanalisation und Gewässer beizutragen.

So musste eine Pumpe im Einzugsgebiet der ARA Neugut letzten November mehrmals ausser Betrieb genommen werden. Die Pumpe und der Kanal mussten aufwändig gereinigt werden und viele übelriechende Materialien mussten mühsam vorn Hand entfernt werden. Dies führte zu zusätzlichen Kosten und beeinträchtigte vorübergehend die Siedlungsentwässerung des betroffenen Quartiers.

Jeder kann helfen, indem er die folgenden Punkte beachtet:

  • sicherstellen, dass nur Urin, Abwasser und Fäkalien ins WC resp. in den Abwasserabfluss gelangen. Bioabfälle gehören in die Grüngutentsorgung, andere Stoffe gehören in den Kehricht.
  • Zigarettenstummel mittels Aschenbecher und Kehricht zu entsorgen, und nicht auf Strassen und durch Kanalisationsgitterroste werfen. Letzteres ist verboten und kann mit Busse bestraft werden.
  • Grundsätzlich Regenwasser oder unverschmutztes Trinkwasser versickern lassen. Dieses muss nicht via Kanalisation an die ARA geleitet werden. Die Versickerung entlastet so die ARA, spart Kosten, ist ökologisch vorteilhaft und verbessert das lokale Klima.

Sie helfen damit, die Kosten für die Abwasserreinigung so tief wie möglich zu halten, und tragen zu einem sauberen Ort bei.

Danke für Ihre Unterstützung!

Weitere Informationen:

Nathalie Hubaux, Geschäftsführerin der ARA, 079 690 80 20

Adrian Ineichen, VR-Präsident, 076 334 55 47

Zum Bild:

Im Rahmen einer Kooperation der Stadt Dübendorf und der Sekundarschule Dübendorf-Schwerzenbach entwarfen im Jahre 2025 rund 60 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule verschiedene Kampagnen-Sujets u.a. zu diesem Thema, um die Bevölkerung zu sensibilisieren und um eine positive Wirkung zu erzielen. Das obige Bild von Jenny B. wurde von einer Jury prämiert.

Inspiriert wurde die Arbeit durch die Kampagne aus Stäfa: https://www.stopp-kanalmonster.ch

Versickerung:

https://www.zh.ch/de/planen-bauen/bauvorschriften/bauvorschriften-abwasser-versickerung/bauvorschriften-versickerung.html

Regenwasserbewirtschaftung:

https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/planen-bauen/bauvorschriften/bauvorschriften-zu-abwasser-versickerung/versickerung/richtlinie_und_praxishilfe_regenwasserbewirtschaftung_awel_2022.pdf

Zwei Drittel des Stroms werden künftig selbst erzeugt.

Die Kläranlage Neugut (ARA Neugut) macht einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Energieautarkie.

Bereits heute deckt die Anlage 50 % ihres Strombedarfs durch die Nutzung von Biogas aus der eigenen Abwasserreinigung. Seit 2018 sorgt zudem eine Photovoltaikanlage für rund 5 % der benötigten Energie. Neu hinzu kommt eine faltbare Photovoltaikanlage oberhalb der Abwasserbehandlungsbecken, die in Zukunft weitere 10 % des Stromverbrauchs abdecken wird. Insgesamt produziert die ARA Neugut somit etwa zwei Drittel des benötigten Stroms selbst.

Das innovative Konzept der faltbaren PV-Anlage basiert auf einem „Faltdach“, das tagsüber geöffnet wird, um maximalen Strom zu erzeugen. In der Nacht oder bei schlechten Wetterbedingungen – wie bei starkem Wind, Stürmen oder Schnee – lässt sich das Dach schliessen. Der Vorteil dieser flexiblen Struktur liegt in der Reduktion der Grauenergie durch eine leichtere Bauweise sowie in der Schonung der Betonstruktur der Becken. Gleichzeitig bleibt die Betriebsflexibilität der ARA erhalten, da grössere Sanierungsarbeiten an den Becken weiterhin mit einem Kran durchgeführt werden können.

Das Ziel ist, den Energieverbrauch aus dem Netz dank einer dynamischen Steuerung zu minimieren: Tagsüber wird die Sonnenenergie an sonnigen Sommertagen den grössten Teil des Energiebedarfs abdecken, gleichzeitig wird das Biogas gespeichert. In der Nacht wird Strom aus dem gespeicherten Biogas produziert. Somit wird der Stromverbrauch vom Netz minimiert. Parallel sinkt der Stromverbrauch der ARA Neugut durch kontinuierliche Prozessoptimierungen und die Integration innovativer Technologien weiter. Mit all diesen umweltfreundlichen Massnahmen bleibt die ARA Neugut eine innovative und umweltbewusste Anlage, die stets sauberes Wasser mit einem minimalen ökologischen Fussabdruck produziert.

Herausfordernder Weg in eine nachhaltige Zukunft.

Abwasserreinigungsanlagen (ARA) stehen heute im Mittelpunkt zahlreicher ökologischer und sozialer Herausforderungen: Schutz der Wasserressourcen, Aufwertung von Ressourcen (Energie und Nährstoffe), Energiewende, Netto-Null, Schwammstadt und Bevölkerungswachstum. Dadurch werden ihre Aufgaben immer komplexer: Sie müssen immer strengere Anforderungen an die Einleitung des gereinigten Abwassers einhalten und immer grössere Wassermengen aufbereiten, während sie gleichzeitig ihre Umweltauswirkungen minimieren sollten, indem sie den Verbrauch von Strom und Chemikalien senken und Ressourcen aufwerten.

Wie wird die Abwasserreinigung der Zukunft aussehen? Wird es uns gelingen, besser zu arbeiten als heute? Die Antwort auf diese Fragen ist nicht so einfach. Ein System, das über Generationen für Generationen geschaffen wurde, lässt sich nicht so schnell ändern. Dennoch entstehen hier und da Projekte, die den Willen zeigen, neue Lösungen zu finden, die besser an den aktuellen Kontext angepasst sind. Parallel dazu setzen die ARA ihre Arbeit fort. Unermüdlich und entschlossen, entwickeln sie sich nach und nach weiter, bereit, als StaRREs (Anlagen zur Wiedergewinnung von Wasserressourcen) zu glänzen.

Um all diese Anforderungen zu erfüllen, erfinden sich die Kläranlagen immer wieder neu. Wir sind stolz darauf, einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft zu leisten. Unsere Geschäftsleiterin hat ihre Gedanken dazu in einem Artikel veröffentlicht – lesen Sie mehr.

https://www.aquaetgas.ch/aktuell/prolog/20250203_herausfordernder-weg-in-nachhaltige-zukunft/

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